Gottesdienste
in der Theatinerkirche
Veranstaltungen
in der Theatinerkirche
Freunde der Theatinerkirche
Concert Spirituel
Benefizkonzert

HEUTE, Samstag, 04.12.2021

06.30 Uhr
Kirchenöffnung
07.00 Uhr
Hl. Messe
07.30 Uhr
Laudes (Dominikaner)
08.00 Uhr
Hl. Messe
17.30 Uhr
Vorabendmesse mit Orgel
19.30 Uhr
Kirchenschließung

Besondere Gottesdienste

05.12. 2. Adventssonntag
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit der Vokalkapelle
Prediger:
P. Thomas Schuster OP
Thema:
Stimme eines Rufes in der Wüste (LK 3,4)
Musik:
Proprium: Populus Sion, Missa in Honorem Sanctae Ursulae (Chiemseemesse) von Michael Haydn (1737-1806) für Chor, Orchester und Solisten, Kirchensonate in F (KV 145) von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
05.12. Konvent der Allerseelenbruderschaft
17.00 Uhr
Mit Rosenkranz, Andacht sowie sakramentalem Segen
06.12. Requiem
08.00 Uhr
Für die verstorbenen Mitglieder der Allerseelenbruderschaft
12.12. 3. Adventssonntag
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit der Vokalkapelle
Prediger:
P. Paul D. Hellmeier OP
Thema:
Freude in der Bedrängnis
Musik:
Proprium: Gaudete, Cantus Missae in Es (op. 109) von Josef Gabriel Rheinberger (1839-1901) Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)
19.12. 4. Adventssonntag
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit der Vokalkapelle
Prediger:
P. Christophe Holzer OP
Thema:
Gesegnet bist du unter den Frauen (LK 1,42)
Musik:
Proprium: Rorate caeli, Missa Dixit Maria von Hans Leo Haßler (1564-1612)
24.12. Heiliger Abend
20.00 Uhr
Christmette mit Trompete, Orgel und Weihnachtsliedern
Prediger:
P. Christophe Holzer OP
Thema:
Weihnachten - heute
Musik:
Trompete, Orgel und Weihnachtslieder
25.12. Hochfest der Geburt des Herrn – Weihnachten
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit der Vokalkapelle
Prediger:
P. Paul D. Hellmeier OP
Thema:
Die Weihnachtsbotschaft und die Idee von der Überwindung des Menschen
Musik:
Missa brevis in G (KV 140) für Chor, Orchester und Solisten von Wolfgang A. Mozart (1756-1791) und Transeamus usque Betlehem von Joseph Schnabel (1779-1867)
26.12. Fest der Heiligen Familie
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit der Vokalkapelle
Prediger:
P. Thomas Schuster OP
Thema:
Warum habt ihr mich gesucht? (LK 2,49)
Musik:
Missa Brevis in B (KV 275) von Wolfgang A. Mozart (1756-1791) für Solisten, Chor und Orchester und Transeamus usque Betlehem von Joseph Schnabel (1779-1867)
31.12. Jahresschlussandacht
16.00 Uhr
Herz und Mund und Tat und Leben (BWV 147)
Musik:
Kantate von Johann Sebastian Bach (1685-1750) für Solisten, Chor und Orchester

Liebe Besucher der Theatinerkirche!

Der Besuch von Gottesdiensten in der Theatinerkirche ist derzeit im Rahmen eines umfassenden Schutzkonzeptes möglich. Bitte beachten Sie hierzu folgende Punkte:

Alle Besucher sind verpflichtet, während ihres gesamten Aufenthalts eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen! Dies gilt auch für alle und während aller Gottesdienste! Alle Teilnehmer, die nicht unter einem Dach leben, wie z.B. in Familien oder in geistlichen Gemeinschaften, müssen einen Abstand von mindestens 2 Metern einhalten. Für den Gottesdienst stehen ca. 90-110 Sitzplätze zur Verfügung. Die Sitzplätze sind bereits gekennzeichnet. Teilnehmer, die unter einem Dach leben (s.o.) dürfen zusammen sitzen. Auch die Besucher, die stehend am Gottesdienst teilnehmen, haben den Sicherheitsabstand zu beachten. Sobald es die offiziellen Vorgaben erlauben, wird die Vokalkapelle der Theatinerkirche (vormals königliche Hofkapelle) wieder ihren gewohnten musikalischen Dienst aufnehmen. Bis dahin musiziert im Lateinischen Hochamt am Sonntag unsere Orgel sowie Solisten der Vokalkapelle.



Liebe Kirchenbesucher von St. Kajetan,

jedes Jahr gedenken wir an einem Tag aller Heiligen. Diese Tradition geht im Osten mindestens bis ins 4. Jahrhundert zurück und schon kurz nach 600 ist ein solches Fest auch in Rom bezeugt. Allerdings gedachte die alte Kirche an diesem Fest vor allem der Märtyrer, wir dagegen feiern alle Heiligen. Außerdem lag das Allerheiligenfest in der alten Kirche auf dem Sonntag nach Pfingsten oder in der Osterzeit, um die Verbindung der Märtyrer zum gekreuzigten und auferstandenen Herrn zu betonen. Unser Fest-Datum, der 1. November, kam um die Wende vom 8. zum 9. Jahrhundert in Irland auf. Dieser neue Termin fiel mit dem keltischen Neujahrstag, der zugleich Winteranfang war, zusammen. Die tiefere theologische Idee der irischen Kirche war es wohl, über der in Winter und Dunkelheit vergehenden Natur die unvergängliche und leuchtende Welt der Heiligen aufgehen zu lassen.

Und wirklich: Die Heiligen haben die ihnen von Gott gestellte Lebensaufgabe glänzend erfüllt. Sie haben das ihnen von Gott anvertraute Geschenk der Heiligkeit wie eine kostbare Flamme in der Kälte und Dunkelheit dieser Welt gehütet, so dass ihre Heiligkeit leuchtet in Ewigkeit. Und sie sind Gottes Ruf gefolgt und rufen auch uns durch ihr Beispiel, Christus, dem wahren Licht zu folgen.

Mit diesen drei Stichworten „Aufgabe“, „Geschenk“ und „Berufung“ lässt sich das Wesen christlicher Heiligkeit umreißen. Heiligkeit ist erstens eine Aufgabe, ja sogar die edelste Aufgabe, die es für ein Menschenleben gibt. Sie besteht im Dienst am Nächsten und an Gott sowie im eigenen, persönlichen Wachstum. Denken wir an Heilige, dann fallen uns wohl zuerst Heilige der Nächstenliebe ein, die sich der Ärmsten und Kranken annahmen. Wir denken aber auch an die Seelsorger und Kirchenlehrer, die sich ganz in den Dienst der Gemeinschaft stellten, indem sie den Glauben verkündeten, auslegten und verteidigten.

Heiligkeit als Aufgabe ist zuerst Dienst für Gott, der im Zentrum jedes heiligen Lebens steht. Nach Gottes Ehre zu trachten, öffnet den Menschen dem unendlich Größeren und lässt ihn ganz aus ihm und auf ihn hin wirken. Dies erfordert auch die Bereitschaft, wie Christus zu leiden, wie es die Märtyrer taten, oder zu verzichten und Opfer zu bringen, wie die Ordensleute und Asketen. Im Dienst am Nächsten und an Gott reiften und wuchsen die Heiligen auch persönlich - bis dorthin, wo sie an ihre menschlichen Grenzen stießen und diese sogar durchbrachen. Denn oft war ihr Wirken in rein menschlichen Kategorien nicht mehr zu verstehen, weil sie ganz von Gottes Gnade erfüllt waren.

Dies führt uns zum zweiten Stichwort „Geschenk“. Der Anfang aller menschlichen Heiligkeit ist die Gnade Gottes und so ist Maria, die der Engel „voll der Gnade“ nennt, das Urbild aller menschlichen Heiligkeit. Gott ist es, der den Menschen Anteil an seiner eigenen Heiligkeit schenken will, indem er sie anspricht und berührt. Gott schenkt den Menschen die Mittel, um ihre Lebensreise zu bestehen, eine Reise, die zur vollkommenen Heiligkeit im Himmel führen soll.

Schließlich zeigt das Stichwort „Berufung“ die Universalität der Heiligkeit an. Gott ruft uns als Christen alle zur Heiligkeit in der Nachfolge Christi. Christi Angebot seiner Freundschaft, die er uns wie seinen Aposteln anbietet, ist eine Herausforderung, die es täglich neu zu meistern gilt. Doch wir sind nicht allein, denn die Heiligen sind mit uns!

Mit den besten Segenswünschen zur Advents- und Weihnachtszeit

Ihr

P. Dr. Paul D. Hellmeier OP, Kirchenrektor

Der Orden der Predigerbrüder: Die Dominikaner in Süddeutschland und Österreich.