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Concert Spirituel
Benefizkonzert

HEUTE, Dienstag, 23.07.2024

Gedenktag Hl. Birgitta von Schweden

06.30 Uhr
Kirchenöffnung
07.00 Uhr
Hl. Messe
07.30 Uhr
Laudes (Dominikaner)
08.00 Uhr
Hl. Messe
17.30 Uhr
Hl. Messe
19.30 Uhr
Kirchenschließung

Besondere Gottesdienste

28.07. 17. Sonntag im Jahreskreis
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit der Vokalkapelle
Prediger:
P. Martin Staszak OP
Thema:
Sattheit
Musik:
Proprium: "Deus in loco sancto" Missa Cantorum (Sängermesse) von Orlando di Lasso (1532-1594)
04.08. Fest des heiligen Kajetan
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit der Vokalkapelle
Prediger:
P. Martin Staszak OP
Thema:
Alter und neuer Mensch
Musik:
Proprium: Deus in adjutorium,Missa Syllabica (1996) von Arvo Pärt (*1935) für Chor und Orgel, Vater unser im Himmel von Arvo Pärt (*1935)
11.08. Fest des Heiligen Dominikus
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit der Vokalkapelle
Prediger:
P. Johannes H. Zabel OP
Thema:
Ruf – Beruf – Berufung
Musik:
Proprium: „In medio ecclesiae“, Missa O Lumen Ecclesiae von P. Robert Mehlhart OP (2016), O Lumen Ecclesiae (Antiphon zum heiligen Dominikus)
15.08. Mariä Aufnahme in den Himmel
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit der Vokalkapelle
Prediger:
P. Martin Staszak OP
Thema:
Weltentrückt?
Musik:
Proprium: "Gaudeamus omnes in Domino" Missa Venatorum (Jägermesse) von Orlando di Lasso (1532-1594)
18.08. 20. Sonntag im Jahreskreis
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit der Vokalkapelle
Prediger:
P. Martin Staszak OP
Thema:
Gott als Gastgeber
Musik:
Missa De angelis und festliche Orgelmusik

Liebe Kirchenbesucher von St. Kajetan!

Wir freuen uns sehr, mit Ihnen diesen Sommer ein ganz besonderes Jubiläum begehen zu dürfen: Pater Klaus Obermeier feiert sein 50-jähriges Dienstjubiläum hier an der Theatinerkirche!

In den fünf Jahrzehnten erlebte er hier u.a. die Anfänge der Münchner Ubahn, 1974 die Fußballweltmeisterschaft in München, 1985 die Eröffnung des Gasteigs sowie 1992 des neuen Flughafens in Erding, 2005 die Berufung von Kardinal Ratzinger zum Papst Benedikt, und 2006 die Eröffnung der Neuen Synagoge am Jakobsplatz.

22 Jahre stand Pater Klaus der Theatinerkirche als Kirchenrektor (1990-2012) und insgesamt 18 Jahre mit Unterbrechungen dem Dominikanerkloster als Prior vor. Mit der Innenrenovierung der Kirche gestaltete er wesentlich die Atmosphäre dieses Ortes. Am 11. Juli jährt sich sein Jubiläum, und dazu haben wir Pater Klaus einige Fragen gestellt:

Lieber Pater Klaus, wann und warum entschieden Sie sich dafür, den geistlichen Weg einzuschlagen? Gab es ein Schlüsselerlebnis?

Priester werden wollte ich, seit ich denken kann. Dabei interessierte mich vor allem das Phänomen der Religionen. Dass ich dabei katholischer Priester werden wollte, stand eher an der zweiten Stelle. Dabei mag auch eine Rolle spielen, dass es zu damaliger Zeit für einen Jugendlichen nur den Turnverein und die Katholische Jugend gab.

Was waren die entscheidenden Wegmarken für Ihren Werdegang?

Geboren 1941 in Neisse/Oberschlesien, aufgewachsen in der Kleinstadt Lauingen an der Donau, wo immerhin der hl. Albert der Große geboren wurde, mit Abitur am damaligen „Deutschen Gymnasium“. Dann zwei Jahre „Alumnus“ der Diözese Augsburg im Priesterseminar in Dillingen. 1963 Eintritt ins Noviziat des Dominikanerordens in Warburg in Westfalen und Philosophie- sowie Theologiestudium in Walberberg. Anschließend Promotion im Fach Neues Testament an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität in Bonn. Ab 11. Juli 1974 im Dominikanerkonvent an der Theatinerkirche in München: Religionslehrer am Edith-Stein-Gymnasium der Dominikanerinnen von Niederviehbach und Dienst an der Theatinerkirche.

Was schätzen Sie besonders hier in der Theatinerkirche?

Dass sie eine grandiose Kirche ist, die erste Barockkirche in Bayern mit einer bezaubernden, viel tausendfach fotografierten Fassade. Auch ihre Entstehungsgeschichte als Dankesgabe für die Geburt des Thronfolgers gefällt mir gut. Als mich auf der Abitur-Klassenfahrt in Berlin (nach dem Besuch einer modernen Kirche) ein begleitender Studienrat fragte, wo ich denn als Priester tätig sein möchte, an einer alten oder an einer neuen (modernen) Kirche, antwortete ich (wahrscheinlich): An einer neuen, modernen. Da hat mich der liebe Gott eines Besseren belehrt. Im Übrigen hat mir meine Mutter, die zur Vorbereitung auf die Meisterprüfung als Damenschneiderin einige Jahre in München lebte, schon als kleinem Pimpf vorgeschwärmt, wie gut der Dr. Linhardt in der Theatinerkirche predigen konnte. Da hat sie wohl nicht daran gedacht, dass einer ihrer Söhne dort tätig sein würde.

Gibt es einen Wunsch für das nächste Jahr?

Wenn man über 80 Jahre ist, gibt es wohl nur einen Wunsch: Dass man noch gesund und munter ein paar Jährchen hinter sich bringen darf.

Für was sind Sie besonders dankbar?

Für meinen unangefochtenen Glauben. Dass ich am 5. Juli 1965 nicht aus dem Orden ausgetreten bin (Damals war ich nahe dran, entschied mich aber dann doch im letzten Moment anders). Dass wir (ich mit meiner Mutter und meinem älteren Bruder) 1945 auf der Flucht durch die Tschechei nicht den Partisanen zum Opfer fielen und ich nicht im Kinderwagen saß, als ein schwerer Koffer auf diesen herabfiel.

Welche geistlichen Wegbegleiter waren für Sie wichtig?

Wichtig war sicher die selbstverständliche Frömmigkeit, die wir (ich und meine zwei Brüder) unserer Mutter verdanken, nachdem unser Vater früh verstorben ist. Zu nennen ist auch der geistliche Religionslehrer Franz Niedermeir, den ich von der ersten Klasse Volksschule bis zum Abitur in Religion hatte. Ob er für meine Berufswahl eine Rolle spielte? Zumindest keine negative. Im Orden der Novizenmeister und der Studentenmeister? Es sollte zumindest so gewesen sein.

Haben Sie eine heitere Begebenheit/Anekdote rund um die Theatinerkirche und Ihrer Zeit hier zu erzählen?

Die Münchner Kirchenzeitung startete einmal ein Preisausschreiben: „Wer erkennt die beschriebene Kirche?“ Dazu kam der Redakteur ins Haus, um etwas Hintergrundwissen zu schöpfen. Ich erzählte ihm, dass im Fürbittbuch, welches wir bei der Mutter Gottes von Loreto ausgelegt hatten, immer wieder die Schönheit dieser Kirche gerühmt wurde. Einmal stand sogar drin: „Dies ist die schönste Kirche der Welt.“ Also brachte der Redakteur in seinem Rätsel unter manchen Einzelheiten auch die Bemerkung: „Dies ist die schönste Kirche von München.“ Das ärgerte mich, so dass ich einen Leserbrief schrieb, in dem ich feststellte: Da stand nicht „die schönste Kirche von München“, sondern: „die schönste Kirche der Welt“. Und da es in den folgenden Nummern keinen Widerspruch gab, kann ich getrost behaupten: „Die Theatinerkirche ist die schönste Kirche der Welt!“

Was geben Sie unseren Kirchenbesuchern mit auf den Weg?

„Bleiben Sie der Kirche treu!“ Sie hat es zurzeit wirklich nicht leicht. Aber unser Herr Jesus Christus hatte es auch nicht leicht, so dass wir uns fast wundern müssten, wenn es seinen Jüngern so gut ginge. Sehr eindrucksvoll ist da auch die Geschichte der Kurfürstin Henriette Adelaide (1636-1676), der wir diese Kirche verdanken. Auch sie „war nicht auf Rosen gebettet“, und blieb doch eine fromme, gläubige Frau.

Nachtrag: Warum wurden Sie 1974 nach München versetzt und blieben dort bis heute?

Daran ist das Edith-Stein-Gymnasium schuld. Da kam eines Tages der P. Provinzial. An den hatte sich die Sr. Roswitha, Oberin von Niederviehbach, gewandt mit der Bitte um einen Religionslehrer für das 1968 in München gegründete Edith-Stein-Gymnasium für Mädchen. Im Unterschied zu den anderen Mitbrüdern, die alle schrien: „Ich nicht“, sagte ich: „Vielleicht.“ Das wurde mir als eine Zusage ausgelegt. Und als ich mit meiner Promotionsarbeit stark beschäftigt war, schrieb mir besagte Schwester, wann ich endlich käme. Eigentlich wollte ich einen bösen Brief zurückschreiben mit dem Inhalt, ich käme überhaupt nicht. Das ließ ich bleiben, und 1974 war es so weit. Im Unterschied zu Mitbrüdern, die mit anderen Schulen schlechte Erfahrungen gemacht hatten, gefiel mir die Arbeit mit den Mädchen und so blieb ich dabei. Als ich mit 65 Jahren dort aufhörte, war ich wohl zu alt für eine Versetzung und eine neue Aufgabe. Jedenfalls kann ich mich nur an eine Anfrage erinnern, ob ich bereit wäre, irgendwo den Prior zu machen. Prior werden konnte ich aber auch hier (und wurde es auch sechsmal).

(Das Interview führte Friedamaria Wallbrecher)

Wir wünschen von Herzen, dass Sie uns noch lange erhalten bleiben, Pater Klaus!

Ihnen allen, liebe Besucherinnen und Besucher, wünschen wir eine gesegnete Sommerzeit!

Ihr

P. Martin Vinzenz Holzmann OP

Kirchenrektor von St. Kajetan

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Helfen Sie, unsere Kirche zu wärmen: Spendenaktion für eine neue Heizung

Liebe Kirchenbesucherinnen und Kirchenbesucher von St. Kajetan,

einer unserer Mitbrüder bezeichnet die Theatinerkirche immer scherzhaft als „die kälteste Kirche Münchens“. Und es stimmt, unsere Kirche ist kalt. Leider kommt noch dazu, dass nun schon den zweiten Winter in Folge die Heizung funktionsunfähig ist. Aus diesem Grund plant die Kirchenverwaltung den Einbau einer neuen Sitzbankheizung. Dies ist mit entsprechenden hohen Kosten verbunden, welche die Kirchenstiftung selbst tragen muss.

Aus diesem Grund bitten wir um Ihre Mithilfe in Form einer Spende, letztlich haben wir alle etwas davon, wenn die Kirche im nächsten Winter wieder eine Heizung hat und es so wenigstes etwas wärmer ist – gerade in der kalten Jahreszeit.Die Spendenmöglichkeit besteht entweder über den Opferstock Für den Unterhalt unserer Kirche (direkt neben dem Postkartenständer) oder per Überweisung auf unser Konto.

Kath. Kirchenstiftung St. Kajetan – Ligabank
IBAN: DE95 7509 0300 0002 1435 69 – BIC: GEN0DEF1M05

Bei Spenden unter 300,- € gilt die Überweisung als Spendennachweis. Bei Spenden ab 300,- € erhalten Sie von uns, auf Wunsch, eine Spendenbescheinigung für steuerliche Zwecke. Achten Sie bitte darauf, dass wir Ihre Spenderadresse aus der Überweisung erkennen können.

Für jede Spende, ob klein oder groß, sagen wir herzlich Danke und Vergelt’s Gott.

P. Martin V. Holzmann OP, Kirchenrektor
JohannesStolberg, Kirchenpfleger

Der Orden der Predigerbrüder: Die Dominikaner in Süddeutschland und Österreich.