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Freunde der Theatinerkirche
Concert Spirituel
Benefizkonzert

HEUTE, Dienstag, 25.01.2022

Gedenktag Bekehrung des Apostels Paulus

06.30 Uhr
Kirchenöffnung
07.00 Uhr
Hl. Messe
07.30 Uhr
Laudes (Dominikaner)
08.00 Uhr
Hl. Messe
17.30 Uhr
Hl. Messe
19.30 Uhr
Kirchenschließung

Besondere Gottesdienste

30.01. 4. Sonntag im Jahreskreis
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit der Vokalkapelle
Prediger:
P. Robert Mehlhart OP
Thema:
Der Prophet in seiner Heimat
Musik:
Proprium: „Laetetur cor“, Missa Iste Confessor und Sicut cervus desiderat von Giovanni Pierluigi da Palestrina (1525-1594)
06.02. 5. Sonntag im Jahreskreis
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit der Vokalkapelle
Prediger:
P. Paul D. Hellmeier OP
Thema:
Distanz und Nähe des Herrn Jesus
Musik:
Proprium: „Venite, adoremus Deum“, Missa Sine Nomine von Giovanni Pierluigi da Palestrina (1525- 1594), O pastor animarum von Hildegard von Bingen (1098-1179)
13.02. 6. Sonntag im Jahreskreis
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit der Vokalkapelle
Prediger:
P. Thomas Schuster OP
Thema:
„Selig, ihr Armen...“ (Lk 6,20)
Musik:
Proprium: „Esto mihi in Deum protectorem“, Missa Brevis Oratio und Beati omnes von Giovanni Gastoldi (1554-1609)
20.02. 7. Sonntag im Jahreskreis
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit der Vokalkapelle
Prediger:
P. Christophe Holzer OP
Thema:
Wie messe ich Liebe?
Musik:
Proprium: Domine, in tua misericordia, Missa Pilons pilons lorge von Orlando di Lasso (1532-1594), Caritas abundat von Hildegard von Bingen (1098-1179)

Liebe Besucher der Theatinerkirche!

Der Besuch von Gottesdiensten in der Theatinerkirche ist derzeit im Rahmen eines umfassenden Schutzkonzeptes möglich. Bitte beachten Sie hierzu folgende Punkte:

Alle Besucher sind verpflichtet, während ihres gesamten Aufenthalts eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen! Dies gilt auch für alle und während aller Gottesdienste! Alle Teilnehmer, die nicht unter einem Dach leben, wie z.B. in Familien oder in geistlichen Gemeinschaften, müssen einen Abstand von mindestens 2 Metern einhalten. Für den Gottesdienst stehen ca. 90-110 Sitzplätze zur Verfügung. Die Sitzplätze sind bereits gekennzeichnet. Teilnehmer, die unter einem Dach leben (s.o.) dürfen zusammen sitzen. Auch die Besucher, die stehend am Gottesdienst teilnehmen, haben den Sicherheitsabstand zu beachten. Sobald es die offiziellen Vorgaben erlauben, wird die Vokalkapelle der Theatinerkirche (vormals königliche Hofkapelle) wieder ihren gewohnten musikalischen Dienst aufnehmen. Bis dahin musiziert im Lateinischen Hochamt am Sonntag unsere Orgel sowie Solisten der Vokalkapelle.



Liebe Kirchenbesucher von St. Kajetan,

was das Jahr 2022 an Sorgen und Freuden für die Welt und für uns persönlich bringen wird, können wir nicht wissen, es ist uns verborgen. Voll Vertrauen können wir an Neujahr aber Gottes Segen für dieses Jahr erbitten. Und einen ganz besonderen, persönlichen Segen können wir nach altem Brauch Anfang Februar erhalten, nämlich den Blasius-Segen zum Schutz „vor Krankheit und allem Bösen“. Was aber bedeutet „Segen“ eigentlich?

Hierzu ist zunächst zu bemerken, dass sich hinter dem Segen, den ein Priester seinen Mitgläubigen oder etwa auch eine Mutter ihrem Kind gibt, keineswegs magische Vorstellungen oder letzte „schamanistische“ Reste verbergen – so als würde der Mensch im Segen durch seine eigenen Worte und Handlungen selbst die Wirklichkeit verändern oder bezwingen wollen. Dieser seit der Aufklärung immer wieder geäußerte Verdacht, erweist sich bei genauer Betrachtung der biblischen Texte als unbegründet und falsch.

Der klassische Segenstext aus dem Buch Numeri (Numeri 6, 24-27) zeigt dies ganz deutlich: Das Segnen ist hier kein eigenmächtiges Handeln des Menschen, sondern ein Tun, das im Auftrag Gottes geschieht. Im Auftrag Gottes wünscht der Priester des Alten Bundes dem Volk Segen, spricht er ihm den Segen zu. Die Gabe des Segens wird von Gott selbst geschenkt, Gott vollzieht den Wunsch des Priesters erst. „So sollen sie meinen Namen auf die Israeliten legen, und ich werde sie segnen.“

Der allererste Segen, von dem die Bibel berichtet, ist daher auch der Segen Gottes für seine Schöpfung (Genesis 1, 22; 28; 2, 3). Dieser Segen ist zu verstehen als der Inbegriff der Vorsehung und der Fürsorge Gottes für die Welt. Im Schöpfungssegen bejaht Gott ausdrücklich das natürliche Dasein der Welt, ihr geschöpflicher Eigenwert wird anerkannt und gutgeheißen. Und mit diesem Segen verleiht Gott den von ihm geschaffenen Wesen die Kraft, sich frei zu entfalten, zu gedeihen und das Ziel ihrer Existenz zu erreichen.

Gottes Segen steht auch am Anfang seines heilenden Handelns an der durch die Sünde verletzten Welt. Denn sein Erlösungshandeln beginnt mit der Erwählung Abrahams, den er zusammen mit seiner Frau Sara segnet. Durch ihren Nachkommen wird allen Völkern Segen verheißen (Genesis 17). Für das Neue Testament, prominent etwa im dritten Kapitel des Galaterbriefs, ist diese Verheißung Gottes in Christus erfüllt.

Jesus Christus selbst und Gottes Handeln an ihm sind Gottes größte Segensgabe für die Menschheit. Als Segen Gottes zerreißt Christus das Netz von Unheil und Gewalt, in das sich die Menschheit verstrickt hat. Jesu Christi Hingabe am Kreuz und seine Auferstehung stehen für den endgültigen Sieg des Segens über Tod, Sünde, Fluch und Gericht. Aller Segen, den Christen einander spenden und zusprechen, hat hier seinen Ursprung, denn alles Segnen der Menschen soll aktive Mitarbeit am Erlösungswerk Gottes sein, einer Mitarbeit, zu der Gott selbst uns ermächtigt und ermutigt. Daher geschieht christliches Segnen auch immer in und mit dem Zeichen des Kreuzes, das vom Priester über uns geschlagen wird oder das wir geliebten Menschen (besonders den Kindern) auf die Stirn zeichnen.

„Der Herr lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig.

Der Herr wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Frieden (Numeri 6, 25).“

Als Christen dürfen wir in diesem Angesicht das menschliche Antlitz unseres Gottes und Bruders Jesus Christus erkennen.

Mit den besten Segenswünschen

Ihr

P. Dr. Paul D. Hellmeier OP, Kirchenrektor

Der Orden der Predigerbrüder: Die Dominikaner in Süddeutschland und Österreich.