Gottesdienste
in der Theatinerkirche
Veranstaltungen
in der Theatinerkirche
Freunde der Theatinerkirche
Concert Spirituel
Benefizkonzert

HEUTE, Mittwoch, 19.12.2018

06.30 Uhr
Kirchenöffnung
07.00 Uhr
Hl. Messe
07.30 Uhr
Laudes (Dominikaner)
08.00 Uhr
Hl. Messe
10.00 Uhr
- 12.00 Uhr Beichte
15.00 Uhr
- 17.20 Uhr Beichte
17.00 Uhr
Rosenkranz
17.30 Uhr
Hl. Messe
18.10 Uhr
Abendgebet (Dominikaner)
19.30 Uhr
Kirchenschließung

Besondere Gottesdienste

20.12. Rorate-Messe
06.30 Uhr
mit Zithermusik (statt der 7.00Uhr Messe)
23.12. 4. Adventssonntag
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit Gregorianischem Choral
Prediger:
P. Klaus Obermeier OP
Thema:
Das Vorbild Jesu (zu Hebr 10,5-10)
Musik:
Missa Adventus
24.12. Heiliger Abend
20.00 Uhr
Christmette mit Trompete, Orgel und Weihnachtsliedern
Prediger:
P. Christophe Holzer OP
Thema:
Und Gott wurde Mensch
25.12. 1. Weihnachtsfeiertag
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit der Vokalkapelle
Prediger:
P. Paul D. Hellmeier OP
Thema:
Licht
Musik:
Missa brevis in G (KV 140) für Chor, Orchester und Solisten von Wolfgang A. Mozart und Transeamus usque Bethlehem von Joseph Schnabel (1779-1867)
26.12. 2. Weihnachtsfeiertag
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit der Vokalkapelle
Musik:
Missa Brevis in B (KV 275) von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
30.12. Fest der Heiligen Familie
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit der Vokalkapelle
Prediger:
P. Klaus Obermeier OP
Thema:
Die Familie als Ort konkreter Liebe (zu 1 Joh 3,1-2.21-24)
Musik:
Missa brevis von Andrea Gabrieli (1533-1585)
31.12. Sylvester
16.00 Uhr
Jahresschlussandacht mit Werken von Wolfgang Amadeus Mozart und Johann Sebastian Bach

Veranstaltungen

20.12. Führung durch die Bibel
18.00 Uhr
-19.00Uhr im Dominikanerkloster (Durchgang nach der Abendmesse durch die Sakristei) mit P. Dr. Klaus Obermeier OP , Ex E9013,17-14,31 - Die wunderbare Errettung am Schilfmeer

Liebe Besucher der Theatinerkirche!

Herzlich willkommen auf den Internetseiten von St. Kajetan.

Liebe Kirchenbesucher von St. Kajetan,

längst sind die Tage kürzer geworden, und die Sonnenstunden werden noch weiter abnehmen. Doch wenn das äußere Licht im Jahreslauf schwindet, dann wissen wir, dass uns das Hochfest der Geburt „des wahren Lichtes, das jeden Menschen erleuchtet“ (Joh 1, 9), nahe bevorsteht. Gott ist in Jesus Mensch geworden, die Zeit des Heils ist angebrochen – dieses Geheimnis unseres Glaubens feiern wir bald an Weihnachten.

Nun versteht man im Deutschen unter „Geheimnis“ primär etwas, das man nicht weitersagt. Nach außen hin betrachtet schottet es also die, die es kennen, von denen ab, die es nicht kennen. Man kann das Phänomen „Geheimnis“ aber auch von innen her betrachten: Dann ist es etwas, was zwei oder mehrere Personen wissen und was sie miteinander verbindet. Etymologisch, das heißt von der Herkunft des Wortes her gesehen, ist dies die ältere Bedeutung von „geheim“! Denn „ge-heim“ bedeutet ursprünglich: „der im gleichen Hause ist“, und heißt damit so viel wie „vertraulich“. „Geheimnis“ meint also ursprünglich das Vertrauliche. Etymologisch gesehen ist es deshalb nicht das, was Personen voneinander trennt, sondern das, was sie miteinander verbindet.

Auch Maria wurde laut dem Lukasevangelium ein Geheimnis anvertraut (Lk 1, 26-38). Die ganze dort geschilderte Gesprächssituation zeigt es ja schon: Das Gespräch findet im Haus statt, nicht auf dem Stadtplatz, wo jeder zuhören kann. Nur der Engel und Maria sind am Gespräch beteiligt. Das Gespräch geht ganz schnell vonstatten, es gibt keine lange Diskussion. Auch das Verhalten der Jungfrau Maria weist darauf hin, dass ihr ein Geheimnis anvertraut wird und dass sie sich dessen bewusst ist. So läuft sie nicht sofort nach draußen um Zeugen zu holen, sie wendet sich nicht an die sogenannte „Öffentlichkeit“, um alles „kritisch prüfen zu lassen“. Nein, Maria begreift, dass hier etwas Vertrauliches passiert, etwas, das nur sie und Gott angeht. Sie begreift, dass Gott sie in sein Vertrauen zieht. Zuerst erschrickt sie darüber, dann aber versucht sie, das Geheimnis zu verstehen und fragt verwundert: „Wie soll das geschehen?“ Als sie die Antwort des Engels erhält („Der Heilige Geist wird über dich kommen…“), stimmt sie eilends zu. Sie sagt „Ja“ zu Gottes geheimnisvollem Wirken und empfängt Gottes Sohn in ihrem Schoß.

In der vorweihnachtlichen Zeit mit all ihrem Trubel sollten auch wir uns als Menschen verstehen, denen ein Geheimnis anvertraut ist. Dieses Geheimnis ist kein anderes als dasjenige Mariens: Gott ist Mensch geworden! Ein Geheimnis, das uns ganz persönlich betrifft und das uns zugleich als Glaubende miteinander verbindet; ein Geheimnis, bei dem wir immer wieder innere Ruhe finden können: Gott ist in Jesus Christus vertraulich mit uns geworden!

Mit den besten Segenswünschen zur Advents- und Weihnachtszeit

Ihr

P. Paul D. Hellmeier OP, Kirchenrektor

Der Orden der Predigerbrüder: Die Dominikaner in Süddeutschland und Österreich.