Gottesdienste
in der Theatinerkirche
Veranstaltungen
in der Theatinerkirche
Freunde der Theatinerkirche
Concert Spirituel
Benefizkonzert

HEUTE, Sonntag, 16.06.2019

06.30 Uhr
Kirchenöffnung
08.15 Uhr
Hl. Messe mit Predigt
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit der Vokalkapelle
12.00 Uhr
Hl. Messe mit Predigt
15.30 Uhr
Versammlung der Dominikanischen Laiengemeinschaft
17.00 Uhr
Andacht mit Rosenkranz, Predigt und Andacht
18.00 Uhr
Rosenkranz
18.30 Uhr
Hl. Messe mit Predigt und Orgel
19.30 Uhr
Kirchenschließung

Besondere Gottesdienste

16.06. Dreifaltigkeitssonntag
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit der Vokalkapelle
Prediger:
P. Christophe Holzer OP
Thema:
Gott ist einer - Gott ist dreifaltig
Musik:
Proprium: Benedicta sit sancta trinitas Missa La, La Maistre Pierre von Orlando di Lasso (1532-1594) Tu solus qui facis mirabilia von Josquin Desprez (1450-1521)
16.06. Konventsandacht
17.00 Uhr
Andacht mit Rosenkranz, Predigt und Andacht
17.06. Requiem
08.00 Uhr
für die verstorbenen Mitglieder der Allerseelenbruderschaft
20.06. Fronleichnam
18.30 Uhr
Abendmesse
Prediger:
P. Paul D. Hellmeier OP
Thema:
Ein wahrer Freund
23.06. 12. Sonntag im Jahreskreis
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit der Vokalkapelle
Prediger:
P. Robert Mehlhart OP
Thema:
Jesus, ewiges Leben und das Problem von Zombies
Musik:
Proprium: Dominus fortitudo plebis suae Missa Lauda Sion von Giovanni Pierluigi da Palestrina (1525-1594) Sequenz Lauda Sion v. Thomas von Aquin (1225-1274)
30.06. 13. Sonntag im Jahreskreis
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit der Vokalkapelle
Prediger:
P. Klaus Obermeier OP
Thema:
Paulus und die christliche Freiheit (zu Gal 5,1.13-18)

Veranstaltungen

27.06. Führung durch die Bibel
18.00 Uhr
-19.00 Uhr im Dominikanerkloster (Durchgang nach der Abendmesse durch die Sakristei) mit P. Dr. Klaus Obermeier OP, 1 Kön 3,4-28;5,19-14;10,1-13-Gott gab Salomo Weisheit und Einsicht in hohem Maß

Liebe Besucher der Theatinerkirche!

Herzlich willkommen auf den Internetseiten von St. Kajetan.

Liebe Kirchenbesucher von St. Kajetan,

in der Osterzeit sind die Messliturgien stark von Lesungen aus der Apostelgeschichte geprägt. Ein wichtiger Grund dafür ist wohl, dass hier sehr anschaulich und konkret gezeigt wird, was es bedeutet, zu Christus, dem Gekreuzigten und Auferstandenen zu gehören und ihm nachzufolgen, also ein Christ zu sein. Die christlichen Frauen und Männer, die uns in der Apostelgeschichte begegnen, haben ihre frühere Angst abgelegt, sie treten freimütig auf und bekennen mit innerer Ruhe und voller Freude ihren Glauben. Sie bestehen große Gefahren, sie werden bedroht und sind allerlei Nöten ausgesetzt. Oft treffen wir sie beim Gebet an, alleine oder in Gemeinschaft, bittend oder dankend oder einfach nur Gott lobend. Immer wieder setzen sie sich für andere Menschen ein und stehen Armen, Bedrängten und Trauernden tatkräftig bei. Sie segnen, sie verzeihen, sie lehren.

Wenn wir hören oder lesen, wie es diesen Menschen mit ihrem Glauben ergangen ist, dann spüren wir, dass ihr Leben einen tiefen Sinn für sie hatte. Sie wussten, dass Gott sie zu etwas Großem gerufen hat und dass sie ihm antworten durften, um so den Reichtum des Lebens zu finden. Aus der Begegnung mit dem auferstandenen Herrn heraus waren sie sich sicher, dass Gott ihr Leben selbst über den Tod hinaus trägt und in seiner Einmaligkeit bewahrt. So haben sie durch ihr Christ-Sein eine neue Einstellung zum Leben und zum Tod gefunden. Kaum etwas wäre ihnen wohl fremder gewesen wie die folgende Aussage eines kürzlich verstorbenen bekannten Modedesigners über den eigenen Tod: „Verbrennen, Asche und ab in die Mülltonne." Spricht doch aus diesen Worten nicht allein Todesverachtung, sondern auch Trostlosigkeit und Verachtung des eigenen Lebens.

Die antiken Männer und Frauen der Apostelgeschichte – die Muttergottes Maria, Petrus, Tabita, der Centurio Kornelius, Paulus und all die anderen – zeigen uns, was Christ-Sein bedeuten kann. Es wäre nun falsch zu denken, dass uns heutigen Menschen ein solches Leben nicht mehr möglich ist. Denn auch in der Moderne gab und gibt es Menschen, die sich von der Gnade Gottes anrühren und verwandeln ließen. Einer von ihnen war der selige Pier Giorgio Frassati, der 1901 in Turin als Sohn liberaler und agnostischer Eltern geboren wurde. Dieser außergewöhnliche junge Mann, der den Sport, besonders das Bergsteigen sowie die Kunst und die Literatur liebte, verliebte sich auch in Christus und sein Evangelium. Freundlich, ruhig und mit viel Humor verkündete er den Glauben unter seinen Altersgenossen und besuchte fast täglich die Armen Turins, die er selbstlos unterstützte. Kurz vor seinem Abschlussexamen als Bergbauingenieur infizierte er sich bei einem seiner Besuche in den Elendsvierteln mit Kinderlähmung und verstarb wenige Tage später am 4. Juli 1925 froh und gefasst. Seine letzte Sorge galt den Armen. Zu seiner Beerdigung kamen tausende Menschen, die seinen Eltern völlig unbekannt waren, weil sie nichts von seinem großen sozialen Engagement wussten. Pier Giorgio entdeckte den Reichtum des Lebens und schenkte ihn weiter – ein lebendiger Zeuge Christi in der Moderne, der uns noch heute mit seinem Vorbild inspiriert und mit seiner Fürsprache beschenkt!

Mit den besten Segenswünschen zur Osterzeit Ihr

P. Dr. Paul D. Hellmeier OP, Kirchenrektor

Der Orden der Predigerbrüder: Die Dominikaner in Süddeutschland und Österreich.