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Concert Spirituel
Benefizkonzert

HEUTE, Donnerstag, 23.01.2020

Gedenktag Sel. Heinrich Seuse

06.30 Uhr
Kirchenöffnung
07.00 Uhr
Hl. Messe
07.30 Uhr
Laudes (Dominikaner)
08.00 Uhr
Hl. Messe
10.00 Uhr
- 12.00 Uhr Beichte
15.00 Uhr
- 17.20 Uhr Beichte
17.00 Uhr
Rosenkranz
17.30 Uhr
Hl. Messe
18.10 Uhr
Abendgebet (Dominikaner)
19.30 Uhr
Kirchenschließung

Besondere Gottesdienste

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Herzlich willkommen auf den Internetseiten von St. Kajetan.

Liebe Kirchenbesucher von St. Kajetan,

am 18. Februar gedenkt der Orden der Predigerbrüder eines seiner populärsten Mitglieder, nämlich des seligen Fra Angelico. Er wurde um das Jahr 1395 im Mugello, einer Landschaft bei Florenz, geboren und auf den Namen Guido getauft. Sein Vater hieß Piero, weshalb er uns in der Kunstgeschichte auch als Guido di Piero begegnet. Guido war bereits vor dem Ordenseintritt Maler und knüpfte schon zu dieser Zeit Kontakt zu den Dominikanern in S. Maria Novella in Florenz. Zusammen mit seinem leiblichen Bruder Benedetto trat er dann aber ca. 1420-22 in Fiesole in den dortigen Reformkonvent S. Domenico ein und erhielt den Ordensnamen Giovanni (weshalb er auch Giovanni da Fiesole genannt wird). Möglicherweise war er dort zuerst als Buchmaler tätig. In seiner späteren Malerei könnte sich diese frühe Tätigkeit im Auge für Details, in der guten Ausnutzung des Raumes und in der Verwendung von Gold und unvermischten Farben widerspiegeln.

Aus seiner künstlerischen Entwicklung lässt sich nicht auf eine eindeutige Schüler-Lehrer-Beziehung zu einem der großen toskanischen Maler schließen, am greifbarsten sind aber Einflüsse von Lorenzo Monaco. Ferner dürfte Fra Angelico mit dem Architekten, Kunstgießer und Kunsttheoretiker Lorenzo Ghiberti gut bekannt gewesen sein. Auch zu den übrigen großen Vertretern der damaligen Florentiner „Kunstrevolution“ (Brunelleschi, Donatello, Masaccio, u.a.) dürfte er Beziehungen gehabt haben. Entgegen der Einschätzung der älteren Kunstgeschichte zeigte er sich in seinem eigenen künstlerischen Schaffen jedenfalls auf der Höhe der Zeit und gestaltete die Entwicklung der noch jungen Renaissance-Malerei mit neuen Ideen maßgeblich mit.

Im Jahr 1436 wird Fra Angelico zum Prior in San Marco in Florenz gewählt. Während seiner Amtszeit malt er die Zellen seiner Brüder mit Szenen aus dem Leben Jesu aus. So wird er zum „Prediger der Prediger“, weil seine Brüder in Meditation und Gebet vor seinen Bildern neue Kraft und Inspiration finden. Aus jener Zeit könnte der von seinem Biographen Vasari überlieferte Ausspruch Fra Angelico’s stammen: „Wer die Werke Christi darstellen will, muss immer bei Christus sein.“ Im Jahr 1445 beruft ihn Eugen IV. nach Rom, wo er zuerst für diesen Papst arbeitet und dann die Privatkapelle von Nikolaus V. ausschmückt. 1447 freskiert er den Dom in Orvieto. Bereits zu Lebzeiten weitberühmt, aber stets bescheiden und tiefgläubig, stirbt Fra Angelico 1455 in Rom, wo man ihn in S. Maria sopra Minerva beisetzt. Papst Johannes Paul II. spricht ihn 1982 selig und erhebt ihn zum Patron der Künstler. Seine Bilder sind heute über die ganze Welt verteilt und befinden sich u.a. im Vatikan, in Florenz (San Marco, Uffizien), Cortona, Fiesole, London, Paris, Madrid, Berlin, Boston, St. Petersburg, aber auch bei uns in München (Alte Pinakothek). So kann man die unvergleichliche Schönheit seiner Werke in vielen Kirchen und Museen bewundern und sich dabei von seiner Liebe zu Christus, zur Muttergottes, zu den Engeln und zu den Heiligen inspirieren lassen - einer Liebe, die sich sichtlich um ein immer tieferes Verständnis der Geheimnisse Gottes bemüht.

Mit den besten Segenswünschen

Ihr

P. Dr. Paul D. Hellmeier OP, Kirchenrektor

Der Orden der Predigerbrüder: Die Dominikaner in Süddeutschland und Österreich.