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Concert Spirituel
Benefizkonzert

HEUTE, Mittwoch, 21.08.2019

Gedenktag Hl. Pius X.

06.30 Uhr
Kirchenöffnung
07.00 Uhr
Hl. Messe
07.30 Uhr
Laudes (Dominikaner)
08.00 Uhr
Hl. Messe
10.00 Uhr
- 12.00 Uhr Beichte
15.00 Uhr
- 17.20 Uhr Beichte
17.00 Uhr
Rosenkranz
17.30 Uhr
Hl. Messe
18.10 Uhr
Abendgebet (Dominikaner)
19.30 Uhr
Kirchenschließung

Besondere Gottesdienste

25.08. 21. Sonntag im Jahreskreis
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit der Vokalkapelle
Prediger:
P. Paul D. Hellmeier OP
Thema:
Wie stehen die Chancen auf den Himmel?
Musik:
Missa Cum Jubilo und festliche Orgelmusik

Liebe Besucher der Theatinerkirche!

Herzlich willkommen auf den Internetseiten von St. Kajetan.

Liebe Kirchenbesucher von St. Kajetan,

am 15. August steht im Festkalender der Kirche ein Hochfest, das der Volksmund vereinfachend, aber auch sehr anschaulich „Mariä Himmelfahrt" nennt. Theologisch präziser heißt es „Mariä Aufnahme in den Himmel" und stammt, wie so viele andere kirchliche Feste, ursprünglich aus der Ostkirche, wo es schon in der ersten Hälfe des 5. Jahrhunderts gut bezeugt ist. Mit diesem Fest drückt die Kirche in Ost und West ihre Überzeugung aus, dass Maria mit Leib und Seele von Gott in den Himmel aufgenommen wurde. Was aber, so könnte man fragen, bedeutet hier Himmel? Zu dieser Frage ist zu sagen, dass Himmel hier natürlich nicht den irdischen, für uns alle sichtbaren Himmel meint, der mal strahlend blau, mal grau oder auch wolkenverhangen erscheint. Stattdessen ist der Himmel des Glaubens gemeint und der ist dort, wo Gott ganz und unverhüllt da ist, wo sich seine Wahrheit und Liebe erfahren lässt und wo man unmittelbar mit ihm vereint ist.

Warum aber ist gerade Maria bereits mit ihrem Leib dorthin aufgenommen worden, während alle anderen Menschen noch darauf warten müssen bis zur Auferstehung der Toten am Jüngsten Tag? Die Antwort kann nur lauten: Weil ihr Leib einmal den Himmel selbst aufgenommen hat, denn in ihr war Gott voll und ganz anwesend. Sie hat ihn unmittelbar erlebt, als sie das göttliche Kind unter ihrem Herzen getragen hat und war so ganz innig mit ihm vereint. Denn aus Maria hat das Ewige Wort durch das Wirken des Heiligen Geistes Fleisch angenommen und ist Mensch geworden. Weil Gott in dieser Weise Mensch werden wollte, können wir also zu Recht sagen, dass uns Maria, und zwar sie allein, in Jesus Gott geboren hat. Dieses Privileg, die Mutter Gottes zu sein, zeichnet sie vor allen anderen Geschöpfen aus. Und dies erklärt auch, warum Gott ihren Leib nach dem Tod nicht der Verwesung überließ. So nahm der Sohn Gottes diesen Leib, der einst ihn selbst ganz aufgenommen, getragen und genährt hat, auch ganz in seine himmlische Gegenwart auf.

Was kann uns das Fest der Aufnahme Mariens aber heute noch sagen? Zunächst einmal verweist es uns auf Maria als unser großes Vorbild. Denn von ihr können wir lernen, immer wieder aufmerksam zu werden für Gottes Anwesenheit auch in uns. Gott will ja auch in unser Leben kommen durch sein Wort und seine reale leibliche Gegenwart im Sakrament der Eucharistie. Diese von Gott selbst ermöglichte Beziehung zu uns gilt es stets zu pflegen und nach Kräften zu fördern. So wie Maria das an sie ergangene Wort Gottes immer wieder bedacht hat, so dürfen auch wir es tun. Die mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommene Muttergottes ist uns aber auch eine Verheißung, da sie uns das letzte Ziel unseres Lebens anzeigt. Auch wir hoffen ja, dereinst ganz in die beglückende Gegenwart Gottes einzugehen. Und schließlich leitet das Hochfest „Mariä Himmelfahrt" dazu an, Maria zu verehren als die Frau, in der Gott gezeigt hat, wie groß und wie heilig er den Menschen machen will. So dürfen wir sie um ihre Fürbitte anrufen, damit wir mit ihrer Hilfe unser eigenes Lebensziel erreichen.

Mit den besten Segenswünschen Ihr

P. Dr. Paul D. Hellmeier OP, Kirchenrektor

Der Orden der Predigerbrüder: Die Dominikaner in Süddeutschland und Österreich.