Gottesdienste
in der Theatinerkirche
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Freunde der Theatinerkirche
Concert Spirituel
Benefizkonzert

HEUTE, Dienstag, 22.06.2021

06.30 Uhr
Kirchenöffnung
07.00 Uhr
Hl. Messe
07.30 Uhr
Laudes (Dominikaner)
08.00 Uhr
Hl. Messe
17.30 Uhr
Hl. Messe
19.30 Uhr
Kirchenschließung

Besondere Gottesdienste

27.06. 13. Sonntag im Jahreskreis
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit der Vokalkapelle
Prediger:
P. Paul D. Hellmeier OP
Thema:
Gott hat den Tod nicht gemacht (Weish 1, 13)
Musik:
Proprium: Omnes gentes, Missa Brevis von Andrea Gabrieli (1550-1591)
04.07. 14. Sonntag im Jahreskreis
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit der Vokalkapelle
Prediger:
P. Robert Mehlhart OP
Thema:
Außer sich vor Staunen
Musik:
Proprium: Suscepimus Deus, Messe in D-Dur (op 86) von Antonín Dvorák (1841- 1904) für Chor, Solisten und Orgel
11.07. 15. Sonntag im Jahreskreis
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit der Vokalkapelle
Prediger:
P. Wolfgang Hariolf Spindler OP
Thema:
Fortschrittsstaub
Musik:
Proprium: Dum clamarem ad Dominum, Missa Venatorum von Guiseppe Antonio Bernabei (1649-1732)
18.07. 16. Sonntag im Jahreskreis
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit der Vokalkapelle
Prediger:
P. Paul D. Hellmeier OP
Thema:
Aktion und Kontemplation
Musik:
Proprium: Ecce Deus, Missa Custodi nos Domine von Giuseppe Antonio Bernabei (1649-1732) (dem Kurfürsten Maximilian Emanuel von Bayern gewidmet)

Liebe Besucher der Theatinerkirche!

Der Besuch von Gottesdiensten in der Theatinerkirche ist derzeit im Rahmen eines umfassenden Schutzkonzeptes möglich. Bitte beachten Sie hierzu folgende Punkte:

Alle Besucher sind verpflichtet, während ihres gesamten Aufenthalts eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen! Dies gilt auch für alle und während aller Gottesdienste! Alle Teilnehmer, die nicht unter einem Dach leben, wie z.B. in Familien oder in geistlichen Gemeinschaften, müssen einen Abstand von mindestens 2 Metern einhalten. Für den Gottesdienst stehen ca. 90-110 Sitzplätze zur Verfügung. Die Sitzplätze sind bereits gekennzeichnet. Teilnehmer, die unter einem Dach leben (s.o.) dürfen zusammen sitzen. Auch die Besucher, die stehend am Gottesdienst teilnehmen, haben den Sicherheitsabstand zu beachten. Sobald es die offiziellen Vorgaben erlauben, wird die Vokalkapelle der Theatinerkirche (vormals königliche Hofkapelle) wieder ihren gewohnten musikalischen Dienst aufnehmen. Bis dahin musiziert im Lateinischen Hochamt am Sonntag unsere Orgel sowie Solisten der Vokalkapelle.



Liebe Kirchenbesucher von St. Kajetan,

genau einen Sonntag nach Pfingsten feiert die Kirche das Hochfest der Heiligsten Dreifaltigkeit, das dieses Jahr auf den 30. Mai fällt. Die Lehre von der Dreifaltigkeit ist gewiss schwierig und hochspekulativ. Dennoch ist sie für das konkrete christliche Glaubensleben keineswegs bedeutungslos. Das Gegenteil ist der Fall! Schließlich zeigt sie uns, dass in Gott von Ewigkeit her in vollkommener Weise Wirklichkeit ist, was uns begrenzten Menschen bestenfalls bruchstückhaft gelingt: umfassendes Erkennen des anderen und Erkannt-Werden durch den anderen; Schenken und Empfangen wahrer Liebe; ganz aus, mit und für sein Gegenüber zu leben. Denn Gott-Sohn geht in einem zeitlosen Geschehen als die vollkommene Selbsterkenntnis des Vaters aus diesem hervor. Er ist das Ewige Wort, das aus dem göttlichen Urgrund kommt. Und Vater und Sohn bringen durch ihre gegenseitige Zuneigung die dritte Person, den Heiligen Geist, als ewige Liebe hervor. Die Lehre von der Dreifaltigkeit zeigt uns aber auch unser letztes Ziel: Gott hat sich uns als Gott in drei Personen offenbart, weil er uns Anteil geben will an seinem drei-einigen Leben. Trotz all unserer Schwäche und Schuld will er uns aufnehmen in die Fülle seiner Erkenntnis und seiner Liebe.

Die Lehre vom dreifaltigen Gott gehört damit zum Anspruchsvollsten, aber auch zum Schönsten, was der christliche Glaube im wahrsten Sinne des Wortes zu „bieten“ hat: Der Vater bietet der Welt in seinem menschgewordenen Sohn Jesus Christus das Heil an und der von beiden ausgehende Heilige Geist hilft, dieses Angebot mit Herz und Verstand tiefer zu erfassen. In diesem Handeln offenbart Gott zugleich, wie er von Ewigkeit her selbst ist: Drei-einig in seinem Leben und Sein.

Allen Christen sind die Worte zutiefst vertraut: „Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ Getreu dem Auftrag des auferstandenen Herrn (Mt 28, 19 b) wird jeder Christ mit dieser biblischen Formel getauft. Wir eröffnen damit den Gottesdienst und ebenso unser privates Beten. Einzeln nennen wir damit die drei Personen:

den Vater als den Urgrund von allem;

den Sohn, durch den alles geschaffen ist, weil er die Ewige Weisheit ist, und der unser Leben als Mensch geteilt hat;

den Heiligen Geist, der uns in die ganze Wahrheit Gottes führt und uns in der Liebe stärkt, weil er die göttliche Liebe selbst ist.

Wenn wir auch dieses Jahr das Hochfest des dreifaltigen Gottes begehen, dann feiern wir den, der alles bewirkt, der alles durchdringt, der alles umfängt. Wir feiern den dreifaltigen Gott, der unendlich groß, geheimnisvoll und erhaben ist und der dennoch ein Herz für die Nöte und Anliegen der Menschen hat. Ihm dürfen wir täglich die Sorgen anvertrauen, die uns in dieser schwierigen Zeit bedrängen. Ihn dürfen wir jeden Tag um Kraft und Weisheit für unser Leben bitten.

Mit den besten Segenswünschen zur Osterzeit

Ihr

P. Dr. Paul D. Hellmeier OP, Kirchenrektor

Der Orden der Predigerbrüder: Die Dominikaner in Süddeutschland und Österreich.