Gottesdienste
in der Theatinerkirche
Veranstaltungen
in der Theatinerkirche
Freunde der Theatinerkirche
Concert Spirituel
Benefizkonzert

HEUTE, Sonntag, 17.11.2019

06.30 Uhr
Kirchenöffnung
08.15 Uhr
Hl. Messe mit Predigt
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit der Vokalkapelle
12.00 Uhr
Hl. Messe mit Predigt
15.30 Uhr
Versammlung der Dominikanischen Laiengemeinschaft
18.00 Uhr
Rosenkranz
18.30 Uhr
Hl. Messe mit Predigt und Orgel
19.30 Uhr
Kirchenschließung

Besondere Gottesdienste

17.11. 33. Sonntag im Jahreskreis
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit der Vokalkapelle
Prediger:
P. Klaus Obermeier OP
Thema:
Der Apostel Paulus als Orientierungsmodell für eine christliche Lebensgestaltung (zu 2 Thess 3,7-12)
Musik:
Proprium: Dicit Dominus Missa Simplex (2010) für Chor und Orgel von Hans Haselböck (*1928)
24.11. Christkönigssonntag
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit der Vokalkapelle
Prediger:
P. Christophe Holzer OP
Thema:
Kreuz und König der Widerspruch
Musik:
Proprium: Dignus est Agnus Missa Papae Marcelli von Giovanni Pierluigi da Palestrina (1525-1594)
01.12. 1. Adventssonntag
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit der Vokalkapelle
Prediger:
P. Wolfgang Hariolf Spindler OP
Thema:
Advent - kein Ende mit dem Ende?
Musik:
Proprium: Ad te levavi Missa Sanctissimae Virginis (In illo tempore) von Claudio Monteverdi (1567-1643)
05.12. Rorate-Messe
06.30 Uhr
mit Zithermusik (statt der 7.00Uhr Messe)
08.12. 2. Adventssonntag
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit der Vokalkapelle
Prediger:
P. Paul D. Hellmeier OP
Thema:
Zu Ehre Gottes
Musik:
Proprium: Populus Sion Missa Syllabica (1970) von Arvo Pärt (*1935)
08.12. Konventsandacht
17.00 Uhr
mit Rosenkranz, Predigt und Andacht sowie eucharistischem Segen
10.12. Requiem
08.00 Uhr
für die verstorbenen Mitglieder der Allerseelenbruderschaft
12.12. Rorate-Messe
06.30 Uhr
mit Zithermusik (statt der 7.00Uhr Messe)
15.12.
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit der Vokalkapelle
Prediger:
P. Robert Mehlhart OP
Thema:
Wozu wird Gott Mensch?
Musik:
Proprium: Gaudete Cantus Missae in Es (op.109) von Josef Gabriel Rheinberger (1839-1901) Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir von Felix Mendelssohn Bartholdy

Veranstaltungen

17.11. Versammlung der Dominikanischen Laiengemeinschaft
15.30 Uhr
im Dominikanerkloster, Salvatorplatz 2a, mit einem Vortrag von P. Dr. Klaus Obermeier OP zur Reihe Ausgewählte Themen der Bibel 3. Die Christusmystik des Apostels Paulus
05.12. Führung durch die Bibel
18.00 Uhr
-19.00 Uhr, im Dominikanerkloster (Durchgang nach der Abendmesse durch die Sakristei) mit P. Dr. Klaus Obermeier OP, Spr 25, 1-26,28- König Hiskija sammelt Weisheitssprüche des Königs Salomo
09.12. Weihnachts-Oratorium
19.00 Uhr
-ca. 20.30 Uhr (BWV 248, 1-3) von Johann Sebastian Bach (1685-1750) für Chor, und Orchester und Solisten Mit der Neuen Vokalkapelle der Theatinerkirche Eintritt frei
15.12. Versammlung der Dominikanischen Laiengemeinschaft
15.30 Uhr
im Dominikanerkloster, Salvatorplatz 2a, mit einem Vortrag von P. Dr. Klaus Obermeier OP zur Reihe Ausgewählte Themen der Bibel 4. Das Buch Deuteronominium zeigt auf, was es heißt, Gott aus ganzem Herzen zu lieben

Liebe Besucher der Theatinerkirche!

Herzlich willkommen auf den Internetseiten von St. Kajetan.

Liebe Kirchenbesucher von St. Kajetan,

eine Gestalt, die die Adventszeit stark prägt, ist zweifelsohne der hl. Nikolaus von Myra. Historisch spricht vieles dafür, dass er im 4. Jahrhundert Bischof von Myra in Lykien (heute: süd-westliche Türkei) war. Nikolaus muss ein sehr sorgender Bischof gewesen sein, der sich für sein Volk, aber auch für Einzelne leidenschaftlich einsetzte. So schildern ihn jedenfalls die ältesten Legenden aus dem 6. Jahrhundert. Im Jahr 1087 bemächtigen sich italienische Seefahrer seiner Reliquien und bringen sie nach Bari. Spätestens jetzt beginnt dieser Heilige, über den historisch so wenig gesichert ist, eine fast unglaubliche kulturgeschichtliche Wirkmächtigkeit zu entfalten: Die Normannen Süditaliens verehren ihn, ebenso ihre französischen und skandinavischen Verwandten, er wird Patron Russlands, eine griechisch-stämmige deutsche Kaiserin macht ihn in Mitteleuropa populär, in ihrer Heimat Byzanz gilt er schon lange als „Hyperhagios“ – als „Überheiliger“. Nikolaus wird zum völkerumspannenden und konfessionsverbindenden Heiligen – bis heute. Grund für diese außerordentliche Verehrung sind die ältesten Legenden, die ihn stets als Retter in höchster Not zeigen: als Retter von Seeleuten im Sturm, als Retter bei Hungersnot, als er sein Volk nach der wunderbaren Ankunft eines vorbeifahrenden Getreideschiffes am Leben erhält, und schließlich als Retter von drei Mädchen.

Bei uns ist Nikolaus v.a. durch das Brauchtum an seinem Gedenktag bekannt. Dessen Ursprünge lassen sich bis ins 14. Jahrhundert zurückverfolgen, als Knaben in kirchlichen Ausbildungsstätten ihren Patron feierten, indem sie sich einen gleichnamigen Kinderbischof wählten, mit dem sie ausgelassen durch die Straßen zogen. Daraus entstand dann allmählich der Brauch der Einkehr in die Häuser. Dass die Nikolausfigur dabei lobt und belohnt, bzw. rügt und bestraft, geht auf das alte Tagesevangelium zurück, in dem der Weltenrichter Christus Böcke und Schafe scheidet. Und der Brauch des Schenkens knüpft an die Legende von den drei Mädchen an, denen Nikolaus heimlich Goldstücke ins Haus warf, um ihnen zu einer Mitgift zu verhelfen und sie so vor einem Leben in Armut und Ausbeutung zu bewahren.

Der Blick auf den hl. Bischof Nikolaus und auf sein Fortleben in Legende, Brauchtum und Volksfrömmigkeit zeigt, was einen adventlichen Menschen ausmacht und wie man „dem Herrn den Weg bereiten“ kann: Erstens indem man mit offenen Augen und Ohren durch die Welt geht und Anteil nimmt an der Not der Mitmenschen, indem man diese Not wendet und zum Helfer wird. Zweitens, indem man in sich selbst der Freude Raum gibt, und zwar nicht irgendeiner läppischen Freude, sondern einer echten tiefen christlichen Freude: der Freude, die aus dem Bewusstsein wächst, dass Gott für uns Mensch geworden ist und uns damit in unüberbietbarer Weise beschenkt hat. Drittens erinnert uns Nikolaus an die christliche Aufgabe, diese Freude weiter zu schenken – etwa durch ein Gespräch über den Glauben, aber auch einfach mit einem Lächeln oder durch ein wertschätzendes und anerkennendes Wort. Wenn es uns gelingt, dem Herrn so ein wenig den Weg zu bereiten, dann dürfen auch wir uns einschreiben in die große Geschichte Gottes mit den Menschen – vielleicht weniger spektakulär als Nikolaus von Myra, aber nicht minder einmalig und gültig.

Mit den besten Segenswünschen zur Advents- und Weihnachtszeit

Ihr

P. Dr. Paul D. Hellmeier OP, Kirchenrektor

Der Orden der Predigerbrüder: Die Dominikaner in Süddeutschland und Österreich.