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Concert Spirituel
Benefizkonzert

HEUTE, Freitag, 07.10.2022

Gedenktag Unsere liebe Frau vom Rosenkranz

06.30 Uhr
Kirchenöffnung
07.00 Uhr
Hl. Messe
07.30 Uhr
Laudes (Dominikaner)
08.00 Uhr
Hl. Messe
17.30 Uhr
Hl. Messe
19.30 Uhr
Kirchenschließung

Besondere Gottesdienste

09.10. 28. Sonntag im Jahreskreis
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit der Vokalkapelle
Prediger:
P. Robert Mehlhart OP
Thema:
Dein Glaube hat dich gerettet
Musik:
Proprium: „Si iniquitates observaveris“ Messe in D-Dur (op 86) für Chor, Solisten, Orgel, Cello und Kontrabass von Antonín Dvorak
09.10. Konvent der Allerseelenbruderschaft
17.00 Uhr
Konventsandacht mit Rosenkranz, Predigt und Andacht
10.10. Konvent der Allerseelenbruderschaft
08.00 Uhr
Requiem für die verstorbenen Mitglieder der Allerseelenbruderschaft
16.10. 29. Sonntag im Jahreskreis
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit der Vokalkapelle
Prediger:
P. Christophe Holzer OP
Thema:
Von der Ausdauer beim Beten
Musik:
Proprium: „Ego clamavi“ Missa St. Crucis in G (op. 151) von Josef Gabriel Rheinberger (1839-1901) Locus Iste von Anton Bruckner (1824-1896)
23.10. 30. Sonntag im Jahreskreis
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit der Vokalkapelle
Prediger:
P. Yury Shenda OP
Thema:
Auf Christus schauen
Musik:
Proprium: „Laetetur cor“ Missa Sine Nomine von Giovanni Pierluigi da Palestrina (1525-1594)
30.10. 31. Sonntag im Jahreskreis
10.30 Uhr
Lateinisches Hochamt mit der Vokalkapelle
Prediger:
P. Thomas Schuster OP
Thema:
„Zachäus, komm schnell herunter!“ (Lk 19,5)
Musik:
Proprium: „Ne derelinquas me“ Missa Aeterna Christi Munera von Giovanni Pierluigi da Palestrina (1525-1594)

Liebe Kirchenbesucher von St. Kajetan!

Vielleicht haben Sie schon einmal in einer Kirche ein Bild gesehen, das die Gottesmutter zeigt, wie sie dem hl. Dominikus den Rosenkranz übergibt. Meistens finden sich diese Bilder an einem Altar der an diesem Ort ansässigen Rosenkranzbruderschaft. Nun zeigt diese Darstellung zwar lediglich eine eher spät aufgekommene Legende und nicht etwa eine historische Begebenheit aus dem Leben des hl. Dominikus. Dennoch hat unser Orden seit alters her eine besondere Beziehung zum Rosenkranzgebet und diese Beziehung wurzelt durchaus im Leben unseres Gründers, da er die Jungfrau Maria besonders verehrte und sie als Schutzfrau seines Ordens ansah. Seine Verehrung Mariens ging auf den Orden über und aus ihr entstand im 15. Jahrhundert das Rosenkranzgebet. Alanus von Rupe verbreitete den „Psalter Mariens“ und gründete in Douai in Nordfrankreich die „Bruderschaft vom Psalter Jesu und der Gottesmutter Maria“. Sein Psalter zählte 15 Vaterunser, 150 Ave Maria und 150 Geheimnisse aus dem Leben Jesu. Im Jahr 1475 errichtete Jakob Sprenger in der Dominikanerkirche in Köln eine Rosenkranzbruderschaft. Sein Rosenkranz hatte 50 Ave Maria und 50 Geheimnisse. Ein damals entstandenes Rosenkranzbild befindet sich heute in der St. Andreas-Kirche in Köln. Ein Altarbild aus der Dominikanerkirche in Frankfurt, um 1490 entstanden, stellt bereits die heute üblichen 15 Geheimnisse dar. Von Köln ging eine rasch wachsende Bewegung aus, die das Rosenkranzgebet bald zur beliebtesten Andacht der katholischen Kirche machte. Die Dominikaner sorgten durch Predigten, Schriften und die Errichtung von Bruderschaften für die Verbreitung des Rosenkranzes in allen Ländern.

Als die Türken das Abendland bedrohten, rief Papst Pius V., der ebenfalls unserem Orden angehörte, die Christenheit zum Rosenkranzgebet auf. Die christliche Flotte siegte am 7. Oktober 1571 bei Lepanto über die Türken. Zur Erinnerung an diesen Sieg gestattete der Papst den Dominikanern, jedes Jahr an diesem Tag ein Fest „Unserer Lieben Frau vom Sieg“ zu begehen. Später verbreitete sich dieses Fest auf die ganze Kirche. Im 19. Jahrhundert bemühten sich Papst Leo XIII. und die Dominikaner um die Erneuerung des Rosenkranzgebetes. So wurde im Jahr 1884 der Oktober zum Monat des Rosenkranzes erklärt.

Auch wenn der Rosenkranz manchen als etwas Antiquiertes erscheint, so hat er doch bis heute nichts von seiner Kraft verloren! Keine andere Andachtsform wird weltweit von so vielen Menschen in den verschiedensten Sprachen und Anliegen gebetet. Gewiss, der Rosenkranz ist alt, sehr alt sogar, da seine wichtigsten Teile, nämlich das Vaterunser und der an Maria gerichtete Englische Gruß sowie die in das Ave Maria eingeflochtenen Heilsgeheimnisse des Lebens Jesu bis in die Urzeit der Kirche zurückreichen. Auch das „Ehre sei dem Vater…“ und das Glaubensbekenntnis stammen aus den ersten Jahrhunderten. Gerade das macht den Rosenkranz aber nicht antiquiert, sondern hochaktuell, da uns all diese Gebete im Stress und in der Unruhe unserer Zeit wieder auf die jeden Tag neu gültigen Wahrheiten und Liebeserweise Gottes hinweisen! In und bei der Verehrung Mariens die Heilsgeheimnisse betend zu meditieren, mit Maria auf Jesus zu schauen, dabei Ruhe und Zuversicht zu finden und Jesus nachzufolgen – daraus schöpft der Rosenkranz seine Kraft, eine Kraft, um die alle wissen, die ihn regelmäßig beten.

Mit den besten Segenswünschen für den Rosenkranzmonat Oktober

Ihr

P. Dr. Paul D. Hellmeier OP, Kirchenrektor

Der Orden der Predigerbrüder: Die Dominikaner in Süddeutschland und Österreich.